Aachen ist schön.

Seit über zwölf Jahren wohne ich jetzt im schönen Aachen und es ist Zeit mal eine Lanze für diese Stadt zu brechen. Klar, es gibt auch hier Dinge, über die man meckern kann, Dinge die auch mich stören. Angefangen beim übereifrigen Ordnungsamt über den alt-eingesessenen Öcher Klüngel mit ihren Pferdefesten (aktuell tanzen die Sauerbraten wohl wieder in der Soers) oder ihrer Abneigung gegen Fortschritt und Veränderung bis hin zum Fehlen von echtem, großen, fließendem Wasser.
Aber im Großen und Ganzen mag ich diese Stadt. Alle paar Wochen bekomme ich mal meinen „Aachen-Koller“ und muss mal raus, je nach Stimmung zieht es mich in eine richtige Großstadt wie Köln oder raus ins Grüne und ich fahre in die Eifel, aber ansonsten hat diese Stadt so viel zu bieten, dass ich mich hier sehr wohlfühle.

Ich habe ein langes, anstrengendes und arbeitsreiches Wochenende hinter mir. Der Freitag ging lang genug, nach der Arbeit ist vor der Arbeit und nach dem Büroalltag musste der Samstag vorbereitet werden. Da ging’s dann nämlich ab nach Duisburg, zum Schwimmverband, ein bisschen Referentencoaching, heute war dann nochmal ein Tag der persönlichen Fortbildung, da die Deadlines im Mobile-Web-Specialist Nanodegree-Programm langsam in unangenehme Nähe rücken. Zwischendurch dann noch einen Praktikumsbericht und zwei Bachelorarbeiten korrekturlesen und schwups – ist die Zeit weg.
Zugegeben, der Samstag Abend war relativ entspannt, eine gemütliche kleine Gartenparty in Krefeld (Danke, Jascha!), aber auch da hindert der unvermeidbare Kompromiss zwischen social-life und Schlafdauer leicht am Abschalten.

Doch eins bringt mich eigentlich immer runter, seit ich ich Vollzeit arbeite. Nennt mich alt, nennt mich spießig, aber was mir am besten hilft ist einfach loszulatschen. Spazieren ist schön, jeder sollte spazieren und wir sind sowieso und insgesamt viel zu wenig draußen unterwegs. Aber nicht mit mir, ich hab das mittlerweile etabliert und es steckt an. Die Uni hält zwar dagegen und startet unter Strich eher desaströse Aktionen (nochmal sorry, dass ich euch da reingezogen hab, Mädels), aber mittlerweile hab ich meine Spazier-Gang (haha, Wortspiel 😛 ), die mich regelmäßig auf meinen Runden in und um Aachen begleiten. Heute war ich mit Jan unterwegs, diesmal im Öcher Norden, jenseits von Laurensberg und Seffent und es war perfektes Wetter. Auch für das ein oder andere schöne Foto, das ich euch hier nicht vorenthalten möchte!

Heute war die Kamera mal nicht im Gepäck, aber mein Handy macht dann doch ganz passable Bilder.
Jan und ich haben etwas etabliert, das wir ganz gerne Fotograbieren nennen. Wir nehmen unsere Kameras, greifen uns ein Wegbier (was momentan in der Regel aber eher auf alkoholfreies Radler hinausläuft 😉 ) und ziehen einfach los, durch die Stadt, durch’s Umland, einfach nur drauf los.

Auch mit Basti hab ich schon den ein oder anderen Schritt hinter mich gebracht, aber noch nicht in Deutschland, wird aber bald nachgeholt, dann gibt’s auch wieder neue Inspiration und viele tolle Blogbeiträge. Und ich glaube, da schuldet mir sowieso noch jemand eine Wegcola…

Schließen möchte ich den Beitrag heute mit der Ankündigung, dass ich in naher Zukunft hier den ein oder anderen Lieblingsplatz mit euch teilen werde, und mit der Aufforderung, auch eure Lieblingsplätze mit mir zu teilen. Außerdem bin ich immer für neue Mitglieder meines kleinen Spazierkollektivs offen, wenn ihr also mal eine Runde mit mir drehen wollt, lasst es mich einfach wissen 😉

Ein Kommentar

  1. Hey Matthias,

    echt cool, dass du da warst und so lange ausgehalten hast. ;D

    Die Bilder sind wirklich schön geworden.
    Leider kann ein Bild nicht das Gefühl vermitteln selbst vor Ort zu sein, außer man hat es selbst geschossen.
    Das erste Mal war ich in Kirgisistan in den Bergen. Auf einer Bergspitze habe ich ein überwältigendes Gefühl der Freiheit empfunden. Um diesen Moment festzuhalten, habe ich zahlreiche Fotos gemacht und doch konnte keines von den Bildern das Gefühl der Freiheit wiedergeben, wie ich es vor Ort empfunden habe.

    Deshalb schließe ich mich deiner Aussage über das Spazieren an und würde jedem empfehlen etwas mehr Zeit draußen zu verbringen.

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